Wenn die Märkte runtergehen wollen!

Im September 2021 gingen die Finanzmärkte mal wieder auf Talfahrt. Allein der DAX mit seinen mittlerweile 40 Unternehmen verlor innerhalb von 30 Tagen über 800 Punkte. Warum passiert das eigentlich und wie soll man sich als Aktieneinsteiger verhalten?

Börse interessiert mich seit dem ich 14 Jahre alt war. Und in den vergangenen 36 Jahren hat es mehr als nur einmal einen ordentlichen Börsencrash gegeben. Der so genannte Börsencrash macht vielen Angst.

Eine sehr deutsche Angst. Dabei ist ein solcher Börsencrash eigentlich das gesündeste was es am Finanzmarkt überhaupt gibt.

Im September gingen so ziemlich alle Finanzmärkte wieder in die südliche Richtung. Nach unten. Aber warum?

Was ist denn aktuell eigentlich los? Einige werden jetzt sicherlich denken: „Das passiert immer nur mir! Jetzt wo ich endlich den Mut und das Geld hatte in den Aktienmarkt einzusteigen!!“

Beginnen wir von vorne! Ganz ruhig, alles wird gut!

Inflation und hohe Energiekosten machen Börsianern angst!

Wenn Börsianer, also investitionelle Anleger grosser Fonds und Banken eines nicht mögen, dann ist es sicherlich Unsicherheit. Unsicherheit bedeutet, dass investitionelle Anleger nicht mehr frei und vorausschauend anlegen können. Hier geht es ja um Milliarden von Dollar die angelegt werden sollen.

Inflation frist Wert des Geldes
Was tun bei steigenden Energiekosten?

Im laufe dieses Jahres (2021) sind über Monate hinweg die Energiekosten für Strom, Gas und Öl immer weiter gestiegen.

Wenn diese Kosten steigen, steigen auch die Kosten für die Unternehmen in welche sie unmengen von Millionen in Aktien investiert haben.

Dem entsprechend werden am Ende auch die Ausgaben in den Bilanzen höher ausfallen, was wiederum die Ertragssituation für das Unternehmen schmälert.

Fonds und Banken möchten aber ihr angelegtes Geld mit möglichst viel Gewinn angelegt wissen.

Dadurch das man nun nicht genau wissen kann, wie sich diese Situation am Ende monetär darstellt steigt die Unsicherheit und es wird halt mehr und mehr Geld aus dem Markt herausgezogen. Sicher ist sicher!

Stop Loss Marken reihenweise gerissen

Hinzu kommt noch, dass so manche Anleger Ihre vorab entstandenen Gewinne mit so genannten „Stopp Loss“ Orders abgesichert haben.

Als dann an manchen Tagen die Märkte so richtig mit mehr als 2,5 Prozent abschmierten wurden diese Stop Loss Marken gerissen und die vorher gehaltenen Aktien wurden automatisiert auf den Markt geworfen, sprich verkauft!

Da sind dann wohl einige Stop Loss Marken ein wenig zu eng gesetzt gewesen.

Denn man muss ja auch bedenken, dass dort wo ein Verkäufer im Markt ist auch ein Käufer bereit steht. Sobald der Markt also wieder gestiegen ist, hat sich der Käufer für seinen Mut gefreut.

Es ist dann meist eine Kaskade von Entscheidungen und externen Begebenheiten die dafür sorgen das so manche Finanzmärkte ins Rutschen kommen.

Bundestagswahl 2021 – Ampel Koalition oder Jamaika Koalition?

Nach 16 Jahren ist die ehemalige Kanzlerin am Ende Ihrer Dienstzeit angekommen. Nun sollen es andere richten.

Und es gibt sehr wohl eine ganze Menge zu tun.
Nun ist aber stand heute (07.10.21) immer noch nicht klar, welche Partei die nächsten vier Jahre das deutsche Land politisch führen wird.

Am Drücker sind tatsächlich die Grünen und die FDP. Denn diese beiden Parteien klären diesmal in kleinen Treffen unter sich ab, was mit Ihnen in den verschiedenen Koalitionsmöglichkeiten machbar und durchsetzbar ist.

SPD oder CDU mit Grüner Politik oder wirtschaftsliberaler Politik, oder gar beidem.

Und genau diese Unsicherheit ist wieder mal giftig für die Börsen. Stabile Verhältnisse und Klarheit bringt Börsen ruhe und die Anleger in Anlegerlaune!

Ein betagtes Sprichwort sagt: Politische Börsen haben kurze Beine! Ja, für diese Phrase lege ich gerne 5 Euro ins Phrasenschwein. Aber es ist wirklich so.

Sobald die Parteien sich auf einen Kurs geeinigt haben, und klar wird, wie unser Land grüner, digitaler und wachstumsstärker wird, wird auch die Börse ihren alten Weg fortsetzen.

Nicht die Politik macht Wirtschaft, sondern die Wirtschaft macht Politik!

Evergrande – eine chinesische Immobilienkrise!

Immobilienkrise China Evergrande
Schwappt es wieder rüber? Müssen wir uns sorgen machen?

Nun kommt noch eine nicht ganz unbegründete Angst bis Panik hinzu. Ein chinesisches Immobilien Unternehmen namens Evergrande ist in maximal finanzielle Schwierigkeiten geraten. Es geht um eine finanzielle Schieflage von mehr als 300 Milliarden Dollar.

Bitter! Die Angst das es Kreise zieht und am Ende auch andere Player nach unten ziehen die weltweit agieren ist nicht von der Hand zu weisen. Allen ist noch die Finanzkrise von 2009 in bester Erinnerung.

Auch hier ging es um faule Finanzierungsmachenschaften. Das hätte damals für alle Staaten sehr gefährlich werden können.

Wenn bei Evergrande der chinesische Staat nicht einspringt um die Häuser (Condeminiums) fertigzustellen, werden sehr viele einfache Chinesen alles verlieren.

Dort ist es so, das Häuser und Wohnungen vorab bar bezahlt sein müssen.

Nicht nur Corona ist pandemisch. Auch die Weltwirtschaft ist so eng mit einander verpflochten, dass ein kleiner Flügelschlag eines Schmetterlings verheerende Auswirkungen haben kann.

Man sieht also das wir uns in einer engen Spirale von Ängstlichkeit und Gier befinden. Am Ende wird aber wahrscheinlich der Bulle (optimist) dem Bären (pessimist) den Platz überlassen müssen.

Wie sollte ich als Kleinanleger jetzt an der Börse agieren?

Der beste Tipp den ich für mich selber gerne beherze: Füsse stillhalten.

Denn hier hilft purer Aktionismus nur den Aufkäufern von billigen Aktien. Aber dem Kleinanleger nicht!

Also: Wenn es noch weiter runter geht mit den Kursen, macht euch nicht verrückt. Fragt euch viel mehr, warum ihr eure Aktien von den jeweiligen Unternehmen gekauft habt!

Es gab ja einen Grund, oder? Und wenn es gut Aktienunternehmen sind, werden diese im Bären-Markt günstiger werden, so dass Ihr über einen gewissen Zeitraum jeden Monat günstiger an diese Top-Unternehmen kommt.

Ein guter Kleinanleger ist ein Anleger der an der Seitenlinie steht und ganz entspannt zuschaut, wie andere sich verrückt machen und mit dem Taschenrechner nachrechnet wie viele Aktien er jetzt mehr einkauft.

Dieser finanzielle Effekt ist enorm und kommt eben auch nur alle paar Jahre vor.

Auch eure Aktien gehen mit runter, aber sie steigen auch wieder mit nach oben, wenn der Gesamtmarkt nach oben will.

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